Mittwoch, 15. Juli 2015

"Schäuble - for little man not good!"



Heute schlief ich ausnahmsweise bis 9:15 Uhr. Dafür musste ich zweimal die Betten wechseln. Erst wanderte ich von der Vorschiffskabine in Mamas und Papas Koje, weil es mir dort zu heiß war. Dann musste ich wieder nach vorne ziehen, weil Heckleine des Nachbarschiffs an unserer Leine schleifte und quietschte. Trotzdem war ich ausgeschlafen und gut gelaunt.
Oma übernahm den Brötchenholservice. Für mich gab es noch einen fettigen Donut dazu. (Ungesund, aber lecker!) Nach dem Krapfen passte sogar noch ein Müsli in Felix Vielfraß.
Nach dem Frühstück wollten wir eigentlich ablegen, aber der Ostwind drückte die Wellen so stark in die Hafenbucht, dass Papa mit dem Ablegemanöver noch warten wollte, bis sich die Situation etwas beruhigte. Das Hafenbecken ist so klein, dass es kein Problem mit dem Ankerlichten verzeiht. Es liegen noch zwei weitere Yachten und verschiedene Mooringleinen auf engstem Raum zusammen. Da brauchen wir nicht noch zusätzlichen Stress durch Seitenwind von der falschen Richtung.
So beschlossen wir, erst einmal eine Runde Schwimmen zu gehen. Toni und ich sammelten tonnenweise schöne Steine. Jeder ist besonders, der eine ist eckig, der andere schön gemustert – da kann man keinen zurückwerfen.
Im Anschluss schrieb ich an meiner Geschichte vom kleinen Gespenst weiter. Die wollte ich endlich zu Ende bringen. Dann musste ich noch eine Lektion Geometrie (Vierecke und Dreiecke) machen. Das genaue Zeichnen finde ich furchtbar anstrengend und so langweilig.
Toni, Mama und Opa waren in der Zwischenzeit im Supermarkt beim Einkaufen. Während Mama Obst und Gemüse verpackte, unterhielt sich Opa mit der Verkäuferin auf Englisch über Wolfgang Schäuble. Die gesamte Supermarktfamilie war sich einig: „Schäuble, for little man not good!“
Mittlerweile war es Mittag, der Wind blies immer noch heftig. So beschlossen wir gemeinsam hierzubleiben. Den Nachmittag verbrachten wir mit Baden, Kaffee- und Orangensafttrinken (natürlich frisch gepresst) in zwei verschiedenen Bars. Opa flatterte wie Otto von Lillienthal durchs Kaffee. Das war seine Aufgabe beim Deutschlandspiel. Sogar die Bedienungen lachten mit uns.
Nach dem Reinfall von gestern gab es heute Abendessen an Bord. Mama kochte Risotto mit Zucchini und Karotten. Oma freute sich, dass Opa unbemerkt Parmesan aß. Er hätte das Geheimnis lieber nicht erfahren. Der Abend endete mit einer Runde Monopoly und einem Eis als Nachtisch.
Toni vor der Cervantes Statue
Cervantes hat den linken Arm in der Schlacht von Lepanto (Nafpaktos) verloren.

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