Montag, 27. Juli 2015

Goodbye Zakyntos



Mama ging heute Morgen ohne mich joggen und versorgte uns und die Pavics mit frischem Brot. Ich bevorzugte liegen zu bleiben und ungestört zu lesen. Bin noch bei meinem dritten Band von Cornelia Funke (Tintenblut). Toni schlief solange bis Mama wieder zurück war. Papa bereitete in der Zwischenzeit das Frühstück vor. Danach gingen wir noch einmal ausgiebig baden und schnorcheln. Als auch die Pavics mit dem Frühstück fertig waren, fuhren wir mit unseren Papas im Beiboot an den Strand. Dort machten wir Kinder gegen unsere Väter Wasserschlacht. Schon nach einer Minute war der Kampf in vollem Gang. Babsi und Joe wurden von Markus unter Wasser gedrückt, ich konnte mich dank meiner Wasserschuhe an Land flüchten. Von dort aus ballerte ich mit meiner Nerf Supersoakir auf Papa los. Toni war die Sache nicht ganz geheuer, sie blieb lieber im Beiboot und spritzte von dort vorsichtig mit ihrer Wasserpistole. Leider traf Papa Babsi unglücklich im Auge, so dass wir die Schlacht vorzeitig abbrechen mussten. Fortsetzung folgt – das schworen wir uns.
Gegen 11 Uhr war die Mona Liesa dann zum Auslaufen bereit. Wir verließen die Insel Zakynthos, um Richtung Kefalonia zu segeln. Anfangs tuckerten wir mit dem Motor an den blauen Grotten vorbei, machten noch ein paar schöne Fotos. Die Höhlen in der Steilküste mit dem extrem blauen Wasser kann man nicht oft genug sehen. Dann setzten wir Kurs auf Poros, bei dem angesagten Wind gab es nicht viel Auswahl an Ankermöglichkeiten, um die Nacht geschützt zu verbringen. Wir hatten circa 7 Knoten Wind aus Nord-West. Zunächst setzten wir Groß und Genuar, später packte Papa mal wieder unseren Genacker aus. Anfangs konnte die Penelope uns leicht folgen, doch gegen unseren Genacker hatten sie keine Chance mehr. Wir zischten mit maximal 7,4 Knoten davon. Das machte richtig Spaß, aber Papa musste die ganze Zeit steuern, denn die Böen überforderten unseren Autopilot komplett. Das letzte Stück schlief der Wind leider ein, so dass wir noch eine halbe Stunde mit dem Motor Richtung Hafen schippern mussten. So konnten wir gemütlich Mittagessen – auch nicht schlecht. Bloggen macht nämlich hungrig.
Unsere Hafenmanöver klappen mittlerweile stressfrei – haben auch schon fleißig geübt. Als wir fest an der Kaimauer lagen, kamen auch die Pavics an. Sie hatten Glück, der Platz neben uns war noch frei. So konnten wir nebeneinander liegen. Innerhalb kürzester Zeit füllte sich der Hafen, ein Schiff nach dem anderen legte an. Wir packten unsere Badesachen und machten uns auf den Weg ins Piratencafe, ein super Platz zum Baden und Entspannen. Das hatten wir schon bei unserem letzten Aufenthalt hier entdeckt. Wir bestellten uns wie immer fresh orangenjuice. Der schmeckt so lecker, dass man nie genug davon bekommt.
Als wir ins Wasser gingen blies ein heftiger Wind aus Nord-Ost. Die Wellen schlugen uns entgegen. Mama blieb lieber an Land, sie mag das Wellenbad nicht so gerne, weil sie dabei immer Wasser schluckt. Mir passiert das auch, aber es macht mir nichts aus. Wir blieben bestimmt 2 Stunden im Cafe. Mama hatte Stifte und Papier mitgenommen, damit uns nicht langweilig wird, wenn die Erwachsenen sich unterhalten. Wir malten Piratenschiffe und Unterwasserwelten.
Gegen 18 Uhr kehrten wir zur Mona Liesa zurück. Auf dem Weg trafen wir unseren alten Freund, den Monkey-Opa. Er erkannte uns sofort wieder und begrüßte uns sogar mit Namen. Nach einem kurzen Plausch schlug er vor, gemeinsam Abendessen zu gehen. Doch Mama wollte heute selbst kochen, weil wir die letzten Tage ziemlich oft auswärts aßen. So lud ihn Papa für den Abend auf ein Bier ein.
Ich ging mit Papa in den Supermarkt, um Weißwein für Mamas Risotto zu kaufen. Toni und Mama drehten mit Gabi und Hund Paula noch eine Runde, bevor sie für uns alle kochte.
Wir Kinder aßen auf der Penelope und die Erwachsen saßen neben uns auf der Mona Liesa. Mama kochte von 700 Gramm Reis ein Tomatenrisotto - der Topf war randvoll, aber es blieb kein Körnchen Reis übrig. Nachdem Abendessen wollten wir eigentlich unsere Wasserschlacht fortsetzen. Doch nirgendwo fand sich ein geeignetes Plätzchen. So spazierten wir vier an den Schiffen vorbei Richtung Wellenbrecher. Da kam uns die Idee, ein Lager zu bauen. Wir räumten den angeschwemmten Müll zwischen den Steinen weg und bauten aus kleinen Steinen einen Sichtschutz auf. Leider ging die Sonne zu schnell unter, es wurde dunkel und Mama holte uns zurück.
Als wir unsere Zähne putzten kam Michael, der Monkey-Opa, leider zu spät für uns. Wir konnten nur kurz Hallo sagen, dann mussten wir ins Bett.

1 Kommentar:

  1. Hallo ihr Lieben.
    habe heute die Urlaubsklamotten gewaschen. Opa hat Ralf in Sachen Unterhosen übertroffen.
    Seine Ausrede: Meine Shorts haben Innenslips. hahaha
    PS. Viele Grüsse an die Pavics. Das nächste Mal verlängern wir.

    AntwortenLöschen