Mama ging
heute Morgen ohne mich joggen und versorgte uns und die Pavics mit frischem
Brot. Ich bevorzugte liegen zu bleiben und ungestört zu lesen. Bin noch bei
meinem dritten Band von Cornelia Funke (Tintenblut). Toni schlief solange bis Mama
wieder zurück war. Papa bereitete in der Zwischenzeit das Frühstück vor. Danach
gingen wir noch einmal ausgiebig baden und schnorcheln. Als auch die Pavics mit
dem Frühstück fertig waren, fuhren wir mit unseren Papas im Beiboot an den Strand.
Dort machten wir Kinder gegen unsere Väter Wasserschlacht. Schon nach einer
Minute war der Kampf in vollem Gang. Babsi und Joe wurden von Markus unter
Wasser gedrückt, ich konnte mich dank meiner Wasserschuhe an Land flüchten. Von
dort aus ballerte ich mit meiner Nerf Supersoakir auf Papa los. Toni war die
Sache nicht ganz geheuer, sie blieb lieber im Beiboot und spritzte von dort vorsichtig
mit ihrer Wasserpistole. Leider traf Papa Babsi unglücklich im Auge, so dass
wir die Schlacht vorzeitig abbrechen mussten. Fortsetzung folgt – das schworen
wir uns.
Gegen 11
Uhr war die Mona Liesa dann zum Auslaufen bereit. Wir verließen die Insel
Zakynthos, um Richtung Kefalonia zu segeln. Anfangs tuckerten wir mit dem Motor
an den blauen Grotten vorbei, machten noch ein paar schöne Fotos. Die Höhlen in
der Steilküste mit dem extrem blauen Wasser kann man nicht oft genug sehen.
Dann setzten wir Kurs auf Poros, bei dem angesagten Wind gab es nicht viel
Auswahl an Ankermöglichkeiten, um die Nacht geschützt zu verbringen. Wir hatten
circa 7 Knoten Wind aus Nord-West. Zunächst setzten wir Groß und Genuar, später
packte Papa mal wieder unseren Genacker aus. Anfangs konnte die Penelope uns
leicht folgen, doch gegen unseren Genacker hatten sie keine Chance mehr. Wir
zischten mit maximal 7,4 Knoten davon. Das machte richtig Spaß, aber Papa
musste die ganze Zeit steuern, denn die Böen überforderten unseren Autopilot
komplett. Das letzte Stück schlief der Wind leider ein, so dass wir noch eine
halbe Stunde mit dem Motor Richtung Hafen schippern mussten. So konnten wir
gemütlich Mittagessen – auch nicht schlecht. Bloggen macht nämlich hungrig.
Unsere
Hafenmanöver klappen mittlerweile stressfrei – haben auch schon fleißig geübt.
Als wir fest an der Kaimauer lagen, kamen auch die Pavics an. Sie hatten Glück,
der Platz neben uns war noch frei. So konnten wir nebeneinander liegen.
Innerhalb kürzester Zeit füllte sich der Hafen, ein Schiff nach dem anderen
legte an. Wir packten unsere Badesachen und machten uns auf den Weg ins
Piratencafe, ein super Platz zum Baden und Entspannen. Das hatten wir schon bei
unserem letzten Aufenthalt hier entdeckt. Wir bestellten uns wie immer fresh
orangenjuice. Der schmeckt so lecker, dass man nie genug davon bekommt.
Als wir ins
Wasser gingen blies ein heftiger Wind aus Nord-Ost. Die Wellen schlugen uns
entgegen. Mama blieb lieber an Land, sie mag das Wellenbad nicht so gerne, weil
sie dabei immer Wasser schluckt. Mir passiert das auch, aber es macht mir
nichts aus. Wir blieben bestimmt 2 Stunden im Cafe. Mama hatte Stifte und
Papier mitgenommen, damit uns nicht langweilig wird, wenn die Erwachsenen sich
unterhalten. Wir malten Piratenschiffe und Unterwasserwelten.
Gegen 18
Uhr kehrten wir zur Mona Liesa zurück. Auf dem Weg trafen wir unseren alten
Freund, den Monkey-Opa. Er erkannte uns sofort wieder und begrüßte uns sogar
mit Namen. Nach einem kurzen Plausch schlug er vor, gemeinsam Abendessen zu
gehen. Doch Mama wollte heute selbst kochen, weil wir die letzten Tage ziemlich
oft auswärts aßen. So lud ihn Papa für den Abend auf ein Bier ein.
Ich ging
mit Papa in den Supermarkt, um Weißwein für Mamas Risotto zu kaufen. Toni und
Mama drehten mit Gabi und Hund Paula noch eine Runde, bevor sie für uns alle
kochte.
Wir Kinder
aßen auf der Penelope und die Erwachsen saßen neben uns auf der Mona Liesa.
Mama kochte von 700 Gramm Reis ein Tomatenrisotto - der Topf war randvoll, aber
es blieb kein Körnchen Reis übrig. Nachdem Abendessen wollten wir eigentlich
unsere Wasserschlacht fortsetzen. Doch nirgendwo fand sich ein geeignetes
Plätzchen. So spazierten wir vier an den Schiffen vorbei Richtung
Wellenbrecher. Da kam uns die Idee, ein Lager zu bauen. Wir räumten den
angeschwemmten Müll zwischen den Steinen weg und bauten aus kleinen Steinen
einen Sichtschutz auf. Leider ging die Sonne zu schnell unter, es wurde dunkel
und Mama holte uns zurück.
Als wir
unsere Zähne putzten kam Michael, der Monkey-Opa, leider zu spät für uns. Wir
konnten nur kurz Hallo sagen, dann mussten wir ins Bett.
Hallo ihr Lieben.
AntwortenLöschenhabe heute die Urlaubsklamotten gewaschen. Opa hat Ralf in Sachen Unterhosen übertroffen.
Seine Ausrede: Meine Shorts haben Innenslips. hahaha
PS. Viele Grüsse an die Pavics. Das nächste Mal verlängern wir.