Samstag, 4. Juli 2015

Grillen an Bord

Nach dem Frühstück treffen wir uns alle zur Lagebespechung an Deck. Wir müssen uns Gedanken machen, wo wir die nächsten Wochen Segeln wollen und wo wir Oma und Opa treffen können. Außerdem kommen die Pavics demnächst nach Griechenland, sie haben sich in Sivota (auf Levkas) eine Bavaria 32 gechartert und wollen eine Zeit lang mit uns Segeln. Unseren ursprünglichen Plan einmal um den Pelepones herumzufahren, haben wir schon länger verworfen, weil uns die Windstärken und weiten Entfernungen zwischen den Buchten abschreckten. Plan B, zweimal durch den Kanal von Korinth zu fahren, wollen wir uns nicht leisten, weil die Gebühren für die Durchfahrt extrem teuer sind (400€). So werden wir Oma und Opa in Patras abholen und gemeinsam mit Ihnen den Golf von Korinth bis zum Kanal absegeln, inklusive einem Ausflug nach Delphi. Die Pavics treffen wir dann auf dem Rückweg und schauen uns noch die restlichen Inseln im ionischen Meer an. Am 1. August werden wir von Prevesa über Korfu wieder Richtung Kroatien starten.
Toni - bei der Einfahrt nach Sivota
Nach der anstrengenden Planung sprangen wir alle noch eine Runde ins Wasser, bevor wir ablegten. Heute fuhren wir wieder zurück Richtung Levkas. Die Bucht Sivota war unser Ziel. Anfangs  tuckerten wir mit dem Motor, aber als wir Levkas näher kamen setzte sich der Wind aus Süden durch und wir kreuzten zwischen den Inseln auf. Das machte richtig Spaß, weil mehrere Schiffe mit uns matchten. Zur Stärkung gab es zwischendrin griechischen Salat und Brot. Kurz vor der Einfahrt in die Bucht kam uns ein griechisches Boot gefährlich nahe. Die Vorfahrtsregeln schienen ihn nicht zu interessieren. Papa luvte im letzten Moment an und ließ ihn vorbei. In Sivota lagen schon viele Yachten an Kai und Stegen, aber wir ankerten in der Mitte der Bucht, weil wir abends Grillen wollten. Laut Handbuch war dies erlaubt. Kaum waren wir fest, ankerten auch weitere Boote neben uns. Das Städtchen sah ganz nett aus, aber das Wasser war ziemlich schmutzig. Alles mögliche trieb um unser Schiff herum.
Das störte mich nicht, weil ich sowieso erst Mathe und Deutsch machen musste. Nach erledigter Arbeit ruderten Toni und ich mit Mama, Badeschuhen und Taucherbrillen an den Strand. Wir hofften, das Wasser wäre schöner dort. Es sah zumindest aus der Entfernung schön Türkis aus. Unser Ausflug dauerte nicht lange, nach fünf Schwimmzügen wollte Toni wieder zurück. Mama knotete sich das Beiboot um die Hüfte und Schwamm mit uns im Schlepptau zurück zur Mona Liesa.

Der stolze Grillmeister!
Unser Grillteller!




















Gegen 16:30 Uhr wollten wir uns bewegen und so fuhren wir an Land. Kaum hatten wir unser Beiboot festgemacht, kam schon der erste Restaurantbesitzer auf uns zugestürmt und bot uns seinen frischen Fisch aus der Vitrine an. Er erklärte uns jeden Fisch mit Namen, das war sehr interessant. Gut, dass es noch früh war, so konnten wir sagen, dass wir abends wiederkommen. Keine zwei Schritte weiter stand schon der nächste, der uns alle seine Fische präsentierte. Wir schafften es trotzdem, einmal durch das Städtchen zu spazieren. Papa glaubte das Schiff der Pavics entdeckt zu haben.
Am Abend montierte Papa unseren Kugelgrill an der Reeling. Wir grillten uns die Koteletts und Rindersteaks. Dazu gab es selbstgemachtes Tsatsiki, Salat und Ofenkartoffel. Wirklich ein Festmahl! Fehlte nur noch die Nachspeise. Kurzerhand beschlossen wir nochmal an Land zu fahren, um uns ein Eis zu kaufen. Es war ja nur ein Katzensprung. Während wir unser Eis schleckten, entdeckten wir einen netten Laden mit vielen verschiedenen Muscheln. Wir durften uns eine Erinnerung aussuchen und Mama kaufte ein paar Seesterne für Martha.

Souvenir Souvenir!


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