Hurra.
Endlich konnte Oma mal ungestört Nacktbaden. Die Beiden standen schon um 7:00
Uhr auf, der Rest der Crew schlief bis 8:30 Uhr und sprang auch noch vor dem
Frühstück ins Wasser.
Nach dem
Frühstück fuhren Opa, Toni und ich an Land. Auf dem Weg zum Kai ging der Motor
aus, weil der Benzinhahn nicht bis zum Anschlag geöffnet war. Als wir unseren
Müllbeutel schwungvoll in die Tonne warfen, erschraken wir furchtbar. Eine
wilde Katze, die wir bei der Futtersuche störten, sprang uns entgegen. Leider
hatte Opa seinen Geldbeutel nicht dabei, denn Toni wollte unbedingt noch einmal
eine Kerze in der Kirche anzünden. Die Kirche war aber verschlossen, so legten
wir das Geld in Eis an. Gott möge es uns die süße Sünde verzeihen.
Vor dem
Ablegen kühlten wir uns kurz ab, dann verabschiedeten wir uns von Trizona.
Schon als wir die Bucht verließen, bemerkten wir den starken Wind aus Norden.
Wie immer aus der Richtung, in die wir fahren wollten. Heute packten wir aber
die Segel aus (allerdings nur gerefft) und kreuzten durch den Golf von Korinth.
Bei 7 bis 8 Windstärken und einer bemerkenswerten Schräglage, purzelten unten
im Schiff sämtliche Bücher, Obst und losen Gegenstände durcheinander. Zur
Sicherheit zogen wir Schwimmwesten an und sicherten uns mit dem Lifebellt. Die
Wellen brachen über dem Vorschiff und die Gischt spritzte uns entgegen. Keine
Chance bei dieser Fahrweise etwas für die Schule zu machen.
Schon die
Hafeneinfahrt von Nafpaktos war beeindruckend. Links und rechts der Stadtmauer
standen zwei Wachtürme. Papa las im Hafenhandbuch, dass nur zwei bis drei
Schiffe mit einer Länge von bis zu 12 Meter hier festmachen können. Es war
wirklich schnuckelig hier. Bei der Einfahrt bereiteten wir schon Anker und
Leinen vor. Mit dem Heck legten wir an der Kaimauer an, das war keine einfache
Sache. Die Kulisse war wunderschön: Viele Teile der alten Stadtmauer mit Zinnen
und Kanonen sind noch erhalten und auch die Festung auf dem Felsvorsprung.
Nach uns
legten noch zwei weitere Schiffe an. Papa half ihren beim Anlegemanöver. Dabei
verdiente er sich ein Bier, das er auf dem Nachbarschiff genoß.
Nachdem
sich jeder auf der Heckdusche vom seiner Salzkruste befreit hatte, gingen wir
zum Essen. Papa suchte wieder im Tripadvisor nach dem besten Lokal im Ort. Das
wollten wir uns ansehen. Auf dem Weg dorthin gefiel uns auch noch eine andere
Taverne sehr gut, wir entschieden uns aber trotzdem für Ev Oinos. Die
Speisekarte hörte sich verlockend an – nicht das typisch für Touristen
angepasste Menü – allerdings auch schwierig für uns zu verstehen. Die Kellner
interessierten sich nicht für unsere Nachfrage. So bestellten wir zwei
Vorspeisen, die wirklich lecker schmeckten. Ich war sehr zufrieden mit meinem
Hähnchen, aber Mamas Muscheln mit Soße waren versalzen. Wieder einmal blieb
einiges über. Die Kellner räumten nichts ab, als die Hauptspeisen kamen,
standen die Vorspeisen noch am Tisch und zur Nachspeise, war der komplette
Tisch mit Essensresten vollgestellt. Wirklich seltsam. So verlangten wir sehr
bald die Rechnung und verließen das Restaurant.
Den
restlichen Abend verbrachten wir mit einem Spaziergang am Strand. So weit das
Auge reichte, reihten sich hier Kaffees und Bars nebeneinander. Menschenmengen
gingen an der Promenade spazieren, sogar Kleinkinder waren um diese Uhrzeit
noch wach. Bei dieser Hitze kann man ja nicht schlafen. Um 23 Uhr mussten
Antonia und ich auch ins Bett. Gut, dass wir am nächsten Tag ausschlafen
konnten und nicht in die Schule mussten.
Hallo Felix,
AntwortenLöschenHallo Crew
....lese jeden Tag deinen/euren Blog...weiter so macht Spaß
Schöne Reise
Mast und Schotbruch
Markus