Gegen 4:30
Uhr erwachte Papa vom Schaukeln der Mona Liesa. Der Wind hatte gedreht und die
Wellen standen direkt in die Bucht hinein. Aus Angst, der Anker könnte rutschen
und wir würden zu weit an Land treiben, verlegte er
seinen Schlafplatz an Deck.
Gegen 9:30
Uhr war auch der Rest der Mannschaft wach. Niemand hatte so richtig
Frühstückshunger, weil alle durchgeschaukelt waren. Da die Wetterprognose noch
bis Mittag so bleiben sollte, überlegte Papa abzulegen. Toni und ich wollten
aber bleiben. Das Wasser war hier so herrlich kristallklar und es gab so viele
Fische zu sehen. So beschlossen wir, erst in den Supermarkt zu gehen, um für
die nächsten Tage einzukaufen. Hier gab es nämlich italienische Salami, die
schmeckt einfach besser als griechische. Die Kassiererin rief einen
Mitarbeiter, als sie unseren Einkaufswagen sah, der bis zur Hälfte beladen war.
Der junge Mann half uns die Einkäufe in Plastiktüten zu verstauen. Mama hatte ihren
Rucksack und Tragetaschen dabei und bat den Mann: „Not so many plasticbags,
please.“ Da erwiderte die Kassiererin: „She is affraid.“ Die Griechen denken noch
nicht an Umweltschutz. Überall gibt es Plastiktüten haufenweise und nirgends wird der Mülle getrennt.
Als wir
wieder zurückkamen, hatte sich der Wind etwas beruhigt und Papa war schon viel
entspannter. Wir beschlossen doch hierzubleiben. Hurra!
So sprangen
wir alle gemeinsam ins Wasser. Ich hatte die Idee, ein Stück altes Brot
mitzunehmen, um mehr Fische anzulocken. Das war ein guter Plan. Kurz darauf
tanzte ein ganzer Fischschwarm um uns herum. Mama durchsuchte das komplette Schiff
nach dem Unterwasserfotoapparat. Sie hatte ihn sehr schlau aufgeräumt, im
Hängeregal beim Niedergang. Endlich konnten wir Unterwasserfotos schießen.
Nach der Abkühlung machten sich Papa und Antonia auf den Weg zum Leuchtturm, während Mama und ich für die Schule arbeiteten. Ich kann mich besser konzentrieren, wenn Ruhe an Bord ist. Als die beiden völlig erschöpft zurückkamen, gab es Mittagessen.
Den
Nachmittag
verbrachten wir mit Schnorcheln (Toni geht jetzt mit Taucherbrille ohne
Schwimmnudel ins Wasser) und spielen auf dem Beiboot. Toni
und ich hantelten uns an den Heckleinen entlang zu einem großen Stein.
Da
wollten wir die Unterwasserwelt erkunden. Papa musste uns retten, weil
wir
feststeckten.
Bevor wir
nach Hause gingen, brachten wir noch unsere Postkarten zum Briefkasten. Als ich
Vitus Karte eingeworfen hatte, schoss es mir durch den Kopf: Mist, ich hatte die
Adresse vergessen!! Die ganze Arbeit umsonst. Vitus, ich werde dir trotzdem
noch mal eine Karte schicken, dann aber mit Anschrift.
Hallo Felix,
AntwortenLöschenschön, dass du dich so amüsierst. Wir sind ganz neidisch. Wir hoffen, dass es euch gut geht. Wir haben zurzeit hausaufgabefrei, weil es so warm ist. Welche Tiere kannst du unter Wasser sehen? Du schreibst echt toll.
deine Klasse