Donnerstag, 2. Juli 2015

Endlich Fleisch - hurra!



Eigentlich wollte ich heute Morgen mit Mama wieder einmal joggen gehen. Da ich aber schon so hungrig war und keine Energie zum Laufen hatte, änderten wir unseren Plan. Papa ruderte zuerst mit Toni und mir zur Bäckerei. Wir kauften frisches Brot und kleine süße Sachen zum Frühstück.
Nach der Stärkung war ich dann zum Sporteln bereit. Wir liefen durch den Ort an vielen bellenden Hunden vorbei. Jedes Mal erschrak ich. Ich hab einfach Angst vor diesen Tieren. Auf dem Rückweg nahmen wir nochmal 4 Stück von dem leckeren Mandelgebäck mit, das Antonia heute Morgen für Mama ausgesucht hatte. Es schmeckte fast wie Oma Irmgards Vanillekipferl, die ich so liebe.
Mama ruderte in Schlangenlinien zurück zum Boot. Gegen den Wind war das eine anstrengende Aufgabe. Ich sprang sofort ins Wasser, um mich abzukühlen.
Danach wollte Papa ablegen und nach Meganisi weiterfahren. Leider war zu wenig Wind zum Segeln und er kam wie fast immer aus der falschen Richtung. Wir tuckerten also mit dem Motor von Levkas nach Meganisi, vorbei an der Insel der Familie Onassis. Papa las uns die Geschichte aus dem Reiseführer vor. Als wir auf der Höhe von Jacky Onassis Strandhaus waren, landete gerade ein Hubschrauber auf der anderen Seite der Insel. Einige Beiboote fuhren zum Fotografieren an den Strand, weil man im Umkreis der Insel nicht ankern darf. Wir machten aus der Entfernung ein Foto.
Um die Mittagszeit kamen wir an. Die Bucht gefiel uns und wir ankerten. Leider war das Wasser nur an der Seite richtig türkis, weil der Boden sonst mit Seegras bewachsen war. Nach der Abfrischung machte ich mich an meine Schularbeiten. Mama diktierte mir einen Text und ich machte Übungen dazu. Danach arbeitete ich noch an meinen Sachaufgaben weiter. Jetzt habe ich schon sieben Smilies gesammelt, bei 10 bekomme ich endlich mein Buch „Tintenblut“ als download.( Immer, wenn ich ohne Murren und fleißig meine Schulaufgaben mache, bekomme ich einen Smiley.)
Nach dem ich fertig war, ruderte ich mit meiner Schwester an Land. Wir sammelten Steine, die wir bemalen wollten für unsere Galerie. So verging der Nachmittag.
Gegen Abend zogen über dem Festland dunkle Wolken auf. Es sah nach Gewitter und Regen aus, deshalb ging Papa nicht mit an Land. Er wollte auf dem Schiff bleiben und den Anker bewachen. So fuhren Mama, Toni und ich alleine los. Wir spazierten in die nächste Bucht nach Vathi. Es war ein steiler Weg, aber es hatte sich gelohnt. In Vathi fanden wir eine Metzgerei: Hurra!!! Wir überlegten nicht lange und kauften Fleisch zum Grillen ein. Seit Wochen wollten wir grillen, aber entweder ging es nicht, weil wir im Hafen waren oder es gab keine Gelegenheit Fleisch zu kaufen. Toni und ich suchten uns ein Kotelett aus und Mama nahm für Papa und sich Rindfleisch mit. Ich freue mich schon auf morgen Abend!
Auf dem Rückweg bekamen wir noch ein paar Regentropfen ab, aber als statistischen Regentag kann man das wirklich nicht rechnen. Bisher hatten wir einmal in Kroatien und einmal auf Korfu in der Nacht Regen. Ansonsten scheint hier täglich die Sonne, höchstens ein paar Schönwetterwolken sind zu sehen. Das kann man gut aushalten.


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