Mama fuhr
schon um 7:15 Uhr Richtung Land, um frisches Brot zu kaufen. Bei unserem
letzten Besuch in Mesolongion hatte sie eine Bäckerei entdeckt, in der gab es
leckeres Brot, das mit Olivenöl gebacken war. Das kaufte sie wieder.
Bis Mama
zurückkam, gingen wir noch eine Runde schwimmen. Antonia traute sich nicht ins
Wasser, sie fürchtete sich vor dem Meerungeheuer.
Um 7:55 Uhr
schaltete Papa den Motor an, dann legten wir ab. Während wir den Kanal entlang
tuckerten, bereiteten Mama und Oma das Frühstück vor. Auf der Fahrt verspeisten
wir das leckere Brot. Trotz Fahrtwind war es unendlich heiß. Ich schnappte mir
den besten Platz an Deck: vorne auf dem Beiboot. Dort hörte ich Jim Knopf 1-3.
Toni und Oma lauschten auch mit. Der Rest der Mannschaft las, denn es war weit
und breit nichts zu sehen. Nur Wasser um uns herum. Langsam tauchte in der
Ferne Ithaka auf, aber bis zum Ziel waren es nur noch ca.3 Motorstunden.
Ich nutzte die Zeit, um mein Wissen über
geometrische Körper aufzufrischen. Mama suchte das Schiff nach geeigneten
Gegenständen ab und ich benannte die versteckte Körperform. Dann beschrieb ich
die einzelnen Körperformen und verglich sie miteinander. Die Zeit verging im
Nu.
Als wir
alle völlig aufgeheizt waren, beschlossen wir kurzerhand einen Badestopp einzulegen.
Wir befanden uns zu der Zeit auf der Höhe Eastbay Oxia.(sie gehört angeblich
dem Emir von Katar) Einen Umweg von 2,3 Seemeilen, d.h. ungefähr 30 Minuten,
nahmen wir gerne in Kauf, für eine Abkühlung. Es lohnte sich wirklich. Hohe
Felsenwände, kristallklar türkis schimmerndes Wasser – einfach traumhaft. Das
Ankern war nicht ganz so leicht bei einer Wassertiefe von 16 Metern, musste die
gesamte Kette raus. Für einen kurzen Badestopp in Ordnung, doch zum Übernachten
zu gefährlich. Der Anker rutschte ganz leicht.
Nachdem
alle ihr Bedürfnis nach Wasser ausreichend gestillt hatten, fuhren wir weiter.
Jetzt gab es sogar genügend Wind zum Segeln. Wir zogen Groß- und Vorsegel und
setzten Kurs auf Pera Pegadi, da hatten wir auf dem Weg nach Patras schon
einmal einen kurzen Badestopp eingelegt.
Ich konnte
Opa zum Monopolyspielen überreden. Ich liebe dieses Spiel, der Rest meiner
Familie ist immer schwer dafür zu begeistern. Gut, dass Opa momentan da ist.
Toni und Mama malten in Kritzelheftchen. Dann musste ich noch Richtigschreiben
üben und mit Mama den Blog schreiben.
Um 16 Uhr
erreichten wir Pera Pegadi. Glücklicherweise war noch ein Platz am Steg frei.
Es ist wirklich seltsam, mitten in der Prärie hatte irgendjemand eine Mauer mit
Anlegemöglichkeit gebaut. Wahrscheinlich hätte hier einmal ein Restaurant
gebaut werden sollen. Wir ankerten und legten rückwärts mit Landleinen am Steg
an. Das Wasser war genauso herrlich, wie beim Mittagsbadestopp. Ich sprang
direkt vom Bug hinein und schnorchelte an der Insel entlang. Dort sah ich viele
verschiedene Fische.
Später
erkundete ich mit Toni und Mama die kleine Insel. Aber außer Gestrüpp und
Steine war hier nicht viel zu entdecken. Mama wollte sich nicht lange aufhalten,
denn Papa hatte ihr vorher erzählt, dass es hier Ratten geben sollte. Diese
Tiere findet Mama furchtbar grausig. Bei jedem Rascheln schüttelte sie sich vor
Ekel. So gingen wir bald wieder zurück und vertrieben uns die Zeit mit Baden.
Die Kinder vom Nachbarschiff waren mittelweile auch im Wasser und sprangen mit
Toni und mir von der Mauer. Wir spielten ohne zu reden, denn wir konnten nicht
italienisch und sie weder deutsch noch englisch. Trotzdem hatten wir eine Menge
Spaß.
Toni hätte
gerne den Katamaran besichtigt, der ebenfalls am Steg lag. Aber das Mädchen
interessierte sich nur für die kleine Italienerin. So kehrte Toni traurig
zurück. Opa und Oma versuchten sie mit Badespaß aufzumuntern.
Während
Mama das Abendessen kochte, ging ich am Ende des Stegs fischen. Ich baute mir
einen Stein an den Angelhaken, denn Opa sagte, eine richtige Angel braucht ein
Gewicht zum Absenken der Schnur. Mit Brot lockte ich die Fische an, sie kamen,
holten sich den Leckerbissen, aber blieben nicht am Haken hängen. Gut, dass
Mama schon gekocht hatte - Fisch gab es heute wieder nicht.
Als es zu dämmern begann, wurden die Yachtis neben uns nervös. Jeder packte seine Rattenfallen, selbstgebastelt oder professionell, aus. Wir hatten nur noch eine unserer selbsthergestellten Fallen, so musste Opa aus Apfelsaftkartons neue machen.
Als es zu dämmern begann, wurden die Yachtis neben uns nervös. Jeder packte seine Rattenfallen, selbstgebastelt oder professionell, aus. Wir hatten nur noch eine unserer selbsthergestellten Fallen, so musste Opa aus Apfelsaftkartons neue machen.
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