Herrlich,
war das eine ruhige Nacht, keine laute Musik, kein Geschaukel – purer Tiefschlaf.
Und das bis 8:30 Uhr.
Wir
frühstückten in der Morgensonne. Heute war es noch nicht so heiß, wie die
letzten Tage – richtig angenehm. Jetzt bewegte sich etwas auf der Penelope,
Babsi streckte ihren Kopf aus der Luke. Wir sprangen gemeinsam ins Wasser und
tauchten um die Wette. Dann gab es bei den Pavics Frühstück. Markus lud uns auf
ein Nutellabrot ein. Obwohl wir schon gefrühstückt hatten, kamen wir mit.
Mama und
Papa erledigten zwischenzeitlich den Abwasch und machten das Schiff ablegebereit.
Gemeinsam schwammen wir noch eine Runde.
Pünktlich
zum geplanten Abreisetermin um 11 Uhr lifteten wir unseren Anker und fuhren
Richtung Norden. Ziel war wieder einmal die Felsenbucht Nikolaos. Zunächst tuckerten
wir mit dem Motor entlang der Küste. Es zogen Gewitterwolken hinter den Bergen
herauf, man sah schon den Regen. Aus diesem Grund entfernten wir uns etwas von
der Küste, nicht ganz so weit, wie die Penelope. Zum Glück entkamen wir dem
Gewitter.
Auf der
Fahrt brachte ich unsere Bordkasse wieder auf den neuesten Stand. Die letzten
beiden Wochen taten unserem Geldbeutel gut. Opa und Oma hatten unseren
durchschnittlichen Verbrauch auf 76,05 € gesenkt. Danke! Antonia tippte ihre
ersten Worte auf dem Computer und ich las in meinem Buch weiter.
Nach dem
Mittagessen setzten wir unsere Segel. Wir zogen das Groß und später die Genuar,
aber mehr als 3 bis 4 Knoten waren nicht zu holen. Als Ay Nikolaos in der Ferne
auftauchte, begann ich mit meinem Diktat. Wir wurden immer wieder durch
Funksprüche von der Penelope unterbrochen. Das war für mich eine gute Ausrede,
um meine Fehler zu rechtfertigen.
Als wir in
der Bucht einliefen, zogen Fallböen den Berg herunter. Das Ankermanöver klappte
trotzdem, allerdings schleifte der Anker kurzzeitig, bis er sich festzog. Papa
machte wie immer seinen fachmännischen Tauchgang. Er fühlte sich nicht wohl,
weil sich der Anker an einem Felsen verfangen hatte. Würde der Wind aus der
anderen Richtung kommen, könnte er rutschen.
Kurz nach
uns trafen die Pavics ein. Da Papa noch im Wasser war, half er ihnen einen
passenden Ankerplatz zu finden – ohne Felsen und ohne einem anderen Anker in
die Quere zu kommen. Sie ließen sich aber nicht von Papa irritieren.
Bevor ich
ins Wasser sprang erledigte ich noch den Abwasch für Mama – allerdings nicht
freiwillig, wie ihr euch denken könnt. Den Nachmittag verbrachten wir mit
schnorcheln, spielen (Tabu) und lesen. Papa und Markus schwamen auf einen
Kaffee an Land und erkundigten sich nach den Preisen im Bio-Restaurant. Dort
wollten wir heute Abend gemeinsam essen. Markus hatte 4,50€ in seiner Badehose.
Zwei Espressi kosteten allerdings 5€. Der Juniorchef war trotzdem so freundlich
und gab spontan 10% Rabatt. Daraufhin reservierten die beiden den letzten
freien Tisch zum Abendessen.
Als die
beiden Männer zurückkamen, fuhren wir Jungs mit ihnen im Beiboot zu den
Steilklippen der vorgelagerten Insel. Schon öfter sahen wir Menschen von dort
oben ins Wasser springen. Das wollten wir auch. Ich steigerte mich langsam von
1m bis 2,5m Höhe. Joe traute sich sogar aus 4,5m Höhe zu springen. Er ist ja
auch zwei Köpfe größer und ein Jahr älter als ich. Papa und Markus jumpten von
ganz oben (ca. 7m).
Nun war es
schon Zeit zum Abendessen. Papa und Markus hatten für 19 Uhr einen Tisch
reserviert. Ich bestellte mir Schweinefleisch in Zitronensoße mit Kartoffeln,
Toni bekam endlich ihren gegrillten Oktopus, Papa entschied sich für ein
Hasenstifado (Gulasch) und Mama aß einen Nudeleintopf mit Lamm. Das Essen war
viel und lecker, der Blick vom Lokal auf den von der Abendsonne angestrahlten
Felsen sehr schön – ein gelungener Abend. Wir Kinder verzogen uns nach dem
Essen auf die Sitzsäcke am Strand und schmiedeten Pläne für unsere morgen
geplante Wasserschlacht.
Mama machte
mit uns Kindern noch einen Abendspaziergang ins Dorf. Diesmal bekamen wir dank
Joe und Babsi zwei Kugeln Eis. Ich bestellte mir Creme&Cookies und
Strawberry. Die Eisverkäuferin schrieb erst unsere Wünsche auf einen Zettel,
dann richtete sie im Zeitlupentempo und mit einem Lächeln im Gesicht unsere
Portionen her. Wir konnten noch zwischen Streuseln und Schokosoße wählen. Auf
dem Rückweg wurde Mama mehrmals gefragt, ob wir alle ihre Kinder seien. Als wir
ins Restaurant zurückkamen, war es schon dunkel. Kurze Zeit später bezahlte
Papa und wir fuhren zurück zur Mona Liesa.
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