Samstag, 25. Juli 2015

Matchtime


Um 6:30 Uhr, so früh mussten wir lange nicht mehr aufstehen. Ich hätte eigentlich noch weiterschlafen können, aber ich wollte mich unbedingt von Opa und Oma verabschieden. Toni bekam nichts mit – besser so, denn sonst hätte sie bestimmt wieder geweint. Papa brachte Opa und Oma mit unserem Mietauto zum Flughafen nach Araxsos, denn ihr Flug ging bereits um 9:55 Uhr. Danach musste er das Auto wieder zurückgeben.
Wir drei blieben in der Zwischenzeit auf der Mona Liesa und räumten meine Kabine wieder ein. Mama bezog die Betten neu und machte klar Schiff, denn Papa wollte sofort ablegen, sobald er zurückkam. Unser Ziel war heute die Südspitze von Zakynthos – dort wollten wir unsere Freunde treffen. Die Pavics folgten uns seit einigen Tagen, sie segeln seit einer Woche in Griechenland und starteten in Sivota auf Lefkas. Wir werden gemeinsam durchs ionisches Meer Richtung Ambrakischen Golf segeln. Für uns beginnt nun der Rückweg, auch wenn wir noch 26 Tage Zeit haben.
Heute war ein guter Tag für die Überfahrt vom Pelepones zu den Inseln: Es gab zwar kaum Wind, dafür aber auch keine Wellen, die einen durchschaukeln. So erreichten wir in knapp 4 Stunden unser Ziel und ich konnte auf der Fahrt gut arbeiten. Als das Mittagessen fertig war, es gab Kartoffeln und Karotten vom Blech mit Tsaziki, erreichten wir die Bucht von Porto Roma. Kurz darauf trafen auch die Pavics mit ihrer Bavaria 32 ein.
Ich sprang sofort ins Wasser, um meinen Freund Joe zu begrüßen. Während wir im Wasser Spaß hatten, trafen sich die Erwachsenen auf unserem Schiff zu einer Tasse Kaffee. Nachdem plantschen bastelten wir Schiffe aus Karton und Papier mit wasserfestem Boden. Mein Schiff ging trotzdem unter, weil das Gewicht nicht richtig verteilt war. Später schwammen wir zur Penelope, so heißt ihr Schiff. Es ist nach der Gattin des Königs von Ithaka benannt, Odysseus. Dort spielten wir „Wer war`s“ mit Wetten, d.h. wir tippten vorher, wer der Dieb war. Toni erriet, dass es das Burgfräulein war. Bis zum Abendessen durften wir noch eine Runde mit dem Beiboot fahren. Toni durfte mit ihrer Schwimmweste auch mitkommen.
Am Abend gab es endlich Spaghetti Aglio Olio, das hatte ich mir schon so lange gewünscht. Mama machte einen Salat dazu, denn endlich hatten wir wieder leckeren Essig von Gabi. Danach lud ich Joe und Babsi ein, noch einmal auf die Mona Liesa zu kommen. Wir spielten gemeinsam mit unseren Eltern Tabu. Erwachsene gegen Kinder. Das machte richtig Spaß – natürlich gewannen wir. Papa und Mama forderten Revanche, aber da war es leider schon zu spät, Joe und Babs mussten zurück.

1 Kommentar:

  1. Hallo lieber Felix, hallo Crew der Mona Liesa! Vielen lieben Dank für die tolle Berichterstattung aus dem Mittelmeer! Eine wunderbare Mischung aus Tagesbericht, kulinarischer Kritik, historischer Reflexion und schulischem Alltag! Du machst das grandios! Respekt für die Disziplin sich trotz Delfine, Sonne, Meer und soviel Neuem auf die tägliche Schularbeit zu konzentrieren! Ganz liebe Grüße an die ganze Crew - bleibt gesund und weiter sichere Fahrt und viele schöne Erlebnisse - Claudi & Andi

    AntwortenLöschen