Um 6:30
Uhr, so früh mussten wir lange nicht mehr aufstehen. Ich hätte eigentlich noch
weiterschlafen können, aber ich wollte mich unbedingt von Opa und Oma
verabschieden. Toni bekam nichts mit – besser so, denn sonst hätte sie bestimmt
wieder geweint. Papa brachte Opa und Oma mit unserem Mietauto zum Flughafen
nach Araxsos, denn ihr Flug ging bereits um 9:55 Uhr. Danach musste er das Auto
wieder zurückgeben.
Wir drei
blieben in der Zwischenzeit auf der Mona Liesa und räumten meine Kabine wieder
ein. Mama bezog die Betten neu und machte klar Schiff, denn Papa wollte sofort
ablegen, sobald er zurückkam. Unser Ziel war heute die Südspitze von Zakynthos
– dort wollten wir unsere Freunde treffen. Die Pavics folgten uns seit einigen
Tagen, sie segeln seit einer Woche in Griechenland und starteten in Sivota auf
Lefkas. Wir werden gemeinsam durchs ionisches Meer Richtung Ambrakischen Golf
segeln. Für uns beginnt nun der Rückweg, auch wenn wir noch 26 Tage Zeit haben.
Heute war
ein guter Tag für die Überfahrt vom Pelepones zu den Inseln: Es gab zwar kaum
Wind, dafür aber auch keine Wellen, die einen durchschaukeln. So erreichten wir
in knapp 4 Stunden unser Ziel und ich konnte auf der Fahrt gut arbeiten. Als
das Mittagessen fertig war, es gab Kartoffeln und Karotten vom Blech mit Tsaziki,
erreichten wir die Bucht von Porto Roma. Kurz darauf trafen auch die Pavics mit
ihrer Bavaria 32 ein.
Ich sprang
sofort ins Wasser, um meinen Freund Joe zu begrüßen. Während wir im Wasser Spaß
hatten, trafen sich die Erwachsenen auf unserem Schiff zu einer Tasse Kaffee.
Nachdem plantschen bastelten wir Schiffe aus Karton und Papier mit wasserfestem
Boden. Mein Schiff ging trotzdem unter, weil das Gewicht nicht richtig verteilt
war. Später schwammen wir zur Penelope, so heißt ihr Schiff. Es ist nach der
Gattin des Königs von Ithaka benannt, Odysseus. Dort spielten wir „Wer war`s“
mit Wetten, d.h. wir tippten vorher, wer der Dieb war. Toni erriet, dass es das
Burgfräulein war. Bis zum Abendessen durften wir noch eine Runde mit dem
Beiboot fahren. Toni durfte mit ihrer Schwimmweste auch mitkommen.
Am Abend
gab es endlich Spaghetti Aglio Olio, das hatte ich mir schon so lange
gewünscht. Mama machte einen Salat dazu, denn endlich hatten wir wieder
leckeren Essig von Gabi. Danach lud ich Joe und Babsi ein, noch einmal auf die
Mona Liesa zu kommen. Wir spielten gemeinsam mit unseren Eltern Tabu.
Erwachsene gegen Kinder. Das machte richtig Spaß – natürlich gewannen wir. Papa
und Mama forderten Revanche, aber da war es leider schon zu spät, Joe und Babs
mussten zurück.
Hallo lieber Felix, hallo Crew der Mona Liesa! Vielen lieben Dank für die tolle Berichterstattung aus dem Mittelmeer! Eine wunderbare Mischung aus Tagesbericht, kulinarischer Kritik, historischer Reflexion und schulischem Alltag! Du machst das grandios! Respekt für die Disziplin sich trotz Delfine, Sonne, Meer und soviel Neuem auf die tägliche Schularbeit zu konzentrieren! Ganz liebe Grüße an die ganze Crew - bleibt gesund und weiter sichere Fahrt und viele schöne Erlebnisse - Claudi & Andi
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