Ich wachte heute
Morgen schon früh auf, weil ich Stimmen hörte. Opa war auf der Suche nach
seiner Badehose. Die beiden stehen gerne früh auf – kein Wunder, sie schlafen
ja auch den halben Nachmittag. Nachdem sich Mama den Kopf am Baum anhaute und
laut aufschrie, kam ich aus meiner Kabine. Auch der Cafebesitzer von gegenüber brachte einen Pappbecher voller Eiswürfel zum Kühlen. Mama hatte sich nämlich
heute schon zum zweiten Mal ihre Birne angeschlagen.
Oma und Opa
waren auf ihrem Morgenspaziergang beim Bäcker und haben außer Brot auch leckere
Krapfen mitgebracht. Opa hatte kaum mehr Hunger, weil er zu seinem Espresso in
der Cafebar schon ein Stück Zitronenkuchen gegessen hatte. Er kauft sich immer
einen Espresso, damit er auf die Toilette gehen kann. Das Klo an Bord benutzt
er selten.
Nach dem
Frühstück besorgten Oma, Opa und Toni noch Lebensmittel (Tonis Nutella war aus)
und Obst im Dorfladen. Ich quälte mich in der Zwischenzeit mit Mathe
(Geometrie) – hatte mal wieder Stress mit Mama, weil ich lieber zum Einkaufen
gegangen wäre.
Papa nutzte
die Ruhe, um mit Mama die Routenmöglichkeiten durchzugehen. Sie entschieden
sich wieder Richtung ionisches Meer zurückzukehren, anstatt den Golf von
Korinth noch weiter in Richtung Kanal zu segeln. Papa stimmte gegen Meilen für
mehr Zeit an schönen Plätzen. Ich hätte gerne die Akropolis in Athen gesehen.
Um die
Mittagszeit brachen wir auf. Es war schon gut heiß und kaum Wind. Die letzten
Tage kamen wir nicht besonders viel zum Segeln. In der Bucht von Skala
Kallithea legten wir einen Badestopp ein. Da fiel es mir auf, dass mein Brett
nicht mehr an Bord war. Ich musste es in Galaxidi verloren haben. Zum Surfen
hatte Papa das Seil abmacht und dann habe ich es vermutlich nicht richtig
aufgeräumt. Fast zehn Jahre begleitete es uns beim Segeln, jetzt treibt es
irgendwo auf dem Meer.
| Mittagspause in herlicher Bucht |
Antonia und
ich schälten die Kartoffeln für unser Abendessen. Die Schalen waren danach auf
dem Schiff verteilt, aber Mama lobte uns trotzdem. Dazu gab es gebratene
Würstchen und gemischten Salat.
Nach dem
Abendessen spazierten Papa, Mama und ich durch Trizona. Wir stiegen den Berg an
der Kirche entlang nach oben und entdeckten ein unfertiges Haus mit Pool und
Zitronenhain, das zu verkaufen war. Leider befindet sich der nächste Flughafen
zu weit entfernt, um schnell mal hier her zu kommen. Sonst wäre das ein tolles
Ferienhaus. Antonia blieb mit Opa und Oma an Bord und schrieb das ABC und die
Zahlen von 1 bis 20 auf.
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