Mama und
Papa standen früher als sonst auf. Um 7:30 Uhr joggte Mama schon Richtung ambrakischen
Golf. Das ist eine Art See mit einem Kanal zum Meer. Cleopatra führte dort eine
berühmte Schlacht. In der Zwischenzeit spritzte Papa das Schiff mit Süßwasser
ab. Es war dringend nötig, weil ich beim Salzstangenessen absichtlich gebröselt
hatte. Ich wachte von dem Rauschen des Wasser auf und Toni auch, weil ihr Papa
aus Versehen in die Kabine spritzte. Somit waren wir heute um 8:30 Uhr wach,
was auch passte, weil wir bis 10 Uhr an der Drehbrücke beim Levkaskanal sein
wollten. Die Brücke öffnet nur einmal in der Stunde.
Mama
versuchte während der Fahrt Frühstück zu machen. Das ging ziemlich schief, weil
die Wellen doch stärker als erwartet waren. Die Kaffeekanne stürzte ab, aber
Mama kam mit einem Schrecken davon.
| Mit 5kn durch den Lefkas Kanal. |
Gegen 12:40
Uhr erreichten wir die Bucht Ormos Vlikho. Eigentlich wollten wir in der tranquil
bay ankern, aber dort standen schon zu viele Boote herum, deshalb fuhren wir
tiefer in die Bucht hinein und ankerten dort.
Jetzt war
es Zeit für einen Sprung ins Wasser – trotz Wolken war es unendlich heiß. Warm
war das Wasser, aber trüb. Ich konnte mit meiner Taucherbrille nicht, wie
üblich bis zum Grund sehen. Hier gab es maximal 2 Meter Sicht, außerdem trieb
Seegras umher.
Bis zum
Mittagessen durften Toni und ich noch „Das kleine Gespenst“ zu Ende anschauen.
Danach begann ich mit der Nacherzählung des Films. Es machte mir so großen
Spaß, dass ich gleich 3 Seiten schrieb.
| Der Versuch mit einer Mülltüte ein Segel zu basteln. |
Zuvor
ankerten wir nochmal innerhalb der Bucht um. Die Flottille mit mehreren englischen
Booten, umzingelte uns. Das war Papa zu viel.
Auf unserem
Landgang kauften wir uns in einem Minimarket ein Eis. Sein Sortiment war
wirklich mini, es gab von jedem Lebensmittel kaum mehr als ein Stück. Wir
spazierten noch ein paar Meter an der Strandprominade entlang. Da kam auch schon
der nächste Laden. Das Obst und Gemüse sah hier frisch aus, deshalb kauften wir
für die nächsten Tage ein. Es war Sonntag Abend, ein kleiner Ort mit ein paar
Häusern, aber zwei Geschäfte hatten auf. Man kann wirklich nicht sagen, die
Griechen würden nicht arbeiten. Außerdem sind sie immer erstaunlich freundlich
zu uns Deutschen. „Germany is good!“ , haben wir schon oft gehört.
Im
Mondschein mit Stirnlampe fuhren wir zurück zur Mona Liesa. Ich war hundemüde,
aber Papa schlief noch vor mir ein. (Vielleicht lag es an meiner Erklärung für
mein selbsterfundenes Spiel.)
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