Montag, 15. Juni 2015

Ein weiterer Tag Otranto

Papa und Mama wollten mal wieder ausschlafen. So haben wir beschlossen noch eine Nacht in Otranto zu bleiben. Außerdem gefällt uns die Stadt sehr gut. In der Reihenfolge der italienischen Städte würde ich sie an Platz zwei setzen. Meine Faforiten bleiben Vieste und Monopoli, Brindisi käme an letzter Stelle.
Nachdem wir gemütlich gefrühstückt hatten, musste ich wie jeden Tag für die Schule arbeiten. (Wochenenden gibt es nicht mehr, weil wir meistens nur Mathe, Deutsch und HSU machen.)
Dann sind wir zu dritt (Toni, Mama und ich) mit dem Beiboot in die Stadt gefahren. Ich durfte wie immer steuern, das macht richtig Spaß! Ich freue mich schon, wenn ich mal ganz allein losstarten darf. Bin noch mit Papa und Mama am verhandeln. 
Mama wollte wegen einer neuen Tasche schauen und wir beide hatten gestern schöne handgemalte Schalen gesehen, die wir uns vom Urlaubsgeld kaufen wollten. Es gab so viele Taschen, dass sich Mama für keine entscheiden konnte. Die eine war zu groß, die andere zu klein oder die Farbe passte nicht. Also kaufte sie keine. Dafür entdeckte sie in einem Laden eine Art Pontscho, nur dünn und durchsichtig, den sie mitnahm. Die Verkäuferin war so nett und schenkte Toni einen Schlüsselanhänger und mir eine Vogelpfeife. Jetzt waren wir glücklich und beschlossen unser Urlaubsgeld zu sparen (wir haben ja noch ein bisschen Zeit zum Ausgeben).  
Dann liefen wir eine Weile durch die Stadt, entdeckten alte Mauern und schöne Restaurants. Toni und ich aßen noch ein Eis. Meine Schwester einen halben Becher, ich eineinhalb! 
Papa kümmerte sich in der Zwischenzeit um unser Fäkalientankproblem. Er versuchte nochmal mit der Räumkette das Ventil zu öffnen, leider erfolglos! Jetzt müssen wir in der Bucht immer heimlich kackern. (Entschuldigung)
Bis Mama das Mittagessen (Tortellini) kochte, gingen Papa, Toni und ich eine Runde ins Wasser. Ich paddelte mit meinem Brett bis zum Strand! Papa bekam nicht mit, was ich vorhatte, weil er mit Toni zu beschäftigt war. Irgendwann fragte er Mama, wo ich bin. Da brach kurzzeitig Panik aus. Papa wollte schon mit dem Beiboot losstarten, als er mich auf dem Rückweg entdeckte. Zum Glück bekam ich keinen Ärger, aber ich musste versprechen, das nächste Mal vorher Bescheid zu geben. 
Nach dem Mittagessen vertrieben wir uns die Zeit an Bord mit lesen, spielen und bloggen. Gegen 5 Uhr wollte Papa zur Strandbar fahren, sich einen Kaffee kaufen und unser Notebook laden. Toni und ich plantschten am Strand, Mama ging Lebensmittel einkaufen. Abendessen gab es auf der Mona Liesa, denn Morgen war die Überfahrt nach Griechenland geplant. Papa rechnete mit 9 bis 10 Stunden und er wollte sehr früh aufstehen. Zuvor musste noch das Beiboot an Deck geholt und befestigt und das Schiff segeltauglich gemacht werden (d.h. alles so verstaut werden, dass beim Segeln in Schräglage nichts herumfällt. Hat bisher noch nie richtig geklappt. Immer fliegt irgendetwas durch die Gegend.) Und dann war da noch die Sache mit Antonias neuem Schuh. Papa hatte nur eine Sandale aus dem Beiboot ausgeladen. Die zweite war nicht mehr da. Wir durchsuchten das ganze Schiff, bis Papa völlig entnervt nochmal Richtung Stand losfuhr, um das Ding zu suchen. Leider kam er ohne Sandale zurück! Nachdem sich Antonia wieder beruhigt hatte, lagen wir alle gegen 22 Uhr in unseren Kojen.

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