Mama und
ich begannen den Tag sportlich. Wir ruderten mit unserem Beiboot an Land und
joggten die Hafenpromenade entlang. Auf dem Rückweg kauften wir frisches Brot
und Croissants ein. Zurück an Bord freuten wir uns auf ein Frühstück.
Während
Mama und Papa das Schiff putzen und umbunkerten, hatten Toni und ich Spaß mit
unserem Beiboot. Wir waren der Motor und trieben unser Schiff mit Beinschlägen
an. Eigentlich wollten wir zum Schiffswrack in der Bucht, aber das Beiboot war
ja festgebunden.
Danach
musste ich Mathe machen. Mit Papa gemeinsam erstellte ich ein Histogramm. Dazu
teilte ich die Tagesstrecken, die wir gesegelt sind, in Klassen mit jeweils 5 Seemeilen
ein. Also 0-5 Seemeilen, 5-10 Seemeilen usw. und zählten dann, wie oft wir wie viele
Meilen zurückgelegt hatten. Danach übertrug ich die Tabelle in ein Balkendiagramm,
so wie wir das in der Schule schon öfters gemacht hatte.
Toni und
Mama fuhren in der Zwischenzeit noch mal an Land. Meine Schwester wollte
unbedingt die Bäckerei sehen, von der ich ihr heute Morgen vorschwärmte. Die beiden
Mädls kauften einen leckeren Marmorkuchen als Nachspeise. Dann spazierten sie
noch eine Weile durch die Ortschaft. Sie beobachteten, wie die Leute ihre
leeren Wasserflaschen zu einem Tankwagen brachten, der sie auffüllte. Ein
Stückchen weiter gab es einen Obst- und Gemüsewagen, der ebenfalls durch die
Straße fuhr und die Leute versorgte. Der Mann sagte: „Germany is good!“ und
schenkte Toni eine Nektarine. Schade, das hätte ich auch gerne gesehen, aber
ich muss ja immer diese blöden Schulaufgaben erledigen!
Am Abend
fuhren wir mit unserem Beiboot ewig in Richtung Land. Wir wollten wieder einmal
Fleisch und Fisch essen. Nachdem Mama hauptsächlich vegetarisch kocht, weil es
in den Touristenorten keine Metzger gibt. Eigentlich wollten wir zum Seaside
Restaurant fahren, weil dies im Tripadvisor gute Kritik (Platz 2 auf Levkas) erhalten
hatte. Doch während der Fahrt planten wir spontan um, weil der Weg so weit
schien. Außerdem erinnerte sich Papa, dass die beiden Österreicher uns die Taverne
Elena empfohlen hatten. Letztendlich landeten wir dann im DIMITRIS, weil es
Toni dort am besten gefiel. Nach dem Blick in die Speisekarte bereuten wir aber
unsere Wahl. Die Tochter des Wirts (Trantüte herself) bot Felix zu seinen
gegrillten Garnelen Pommes an. Mama und Papa schauten sich den frischen Fisch aus
der Kühlung an. Dann kam der Chef, der sehr gut Englisch sprach und nahm die
Bestellung selbst entgegen. Er empfahl uns Reis und Salat zum gegrillten Fisch.
Toni bekam eine Kinderportion Suvlaki mit Gemüsereis. Das beruhigte uns. Zum
Schluss waren wir alle zufrieden. Das Essen war einfach, aber lecker. Preis und
Leistung passten. Als Papa mit Kreditkarte zahlen wollte, meinte der Chef,
Bargeld wäre ihm heute lieber. Wir hielten noch einen kurzen Plausch über die
wirtschaftliche Situation Griechenlands und er beruhigte uns, dass Touristen
uneingeschränkt Geld von den Banken bekommen würden. Beim nächsten Mal werden
wir aber ins Seaside gehen, denn da spazierten wir auf dem Rückweg vorbei. Das
sah wirklich nobel aus. Schönes Ambiente, toll aufgedeckte Tische und der Blick
in die Küche machte uns Spaß.