Mama kam
heute Morgen ganz stolz mit Vollkornbrot, Semmeln und Croissants zurück vom
Marina Supermarkt. Nach wochenlang nur weißem Brot, freuten wir uns richtig auf
Vollkorn. Die Semmeln sahen wirklich lecker aus, aber Geschmack hatten sie
null, das Brot war innen noch nicht fertig gebacken. Unser Lieblingsdinkelbrot
vom Bäcker Deischl geht uns langsam ab.
Toni, Papa
und ich machte eine Rundfahrt mit Shuttlebus M durch die Marina. Das wollten
wir die letzten beiden Tage schon, jetzt konnten wir uns noch einmal
verabschieden von dem schönen Ort. Wir fuhren auch am Nautic Museum vorbei, da
fiel uns wieder ein, dass wir uns das U-Boot eigentlich ansehen wollten.
Bis Papa
das Schiff zum Auslaufen klar machte, gingen wir mit Mama ins Museum. Wir hatten
Glück, gerade als wir ankamen, begann eine Führung. Das U-Boot war 50 Meter
lang, 15 Meter hoch und konnte 300 Meter tief tauchen. Zwischen 1948 und 1991
war es im Einsatz, auch im Jugoslawienkrieg. Bis zu 4 Tagen konnte es unter
Wasser bleiben ohne aufzutauchen. Dann wurde es mit Elektromotoren betrieben.
Waren die Batterien leer, musste es an die Oberfläche. Dieselmotoren luden dann
die Batterien wieder auf. Für 28 Personen Besatzung gab es nur eine Toilette.
Es war wirklich spannend, aber ich könnte mir auf keinen Fall vorstellen
tagelang im Dunkeln zu leben.
Kurz
nachdem wir zurück waren, legten wir ab. Der Wetterbericht meldete Regen für
heute Nachmittag und wir wollten rechtzeitig in Kotor sein, um noch etwas von
der Stadt zu sehen. Schließlich wurde es als Weltkulturerbe im Reiseführer sehr
angepriesen.
Gegen 14
Uhr legten wir in Kotor an der Kaimauer an. Kein Hafenmeister weit und breit,
niemand der uns bei den Heckleinen half. Trotzdem ging alles gut. Der Himmel
war schon stark bewölkt, deshalb starteten wir sofort los zum Sightseeing.
Zuerst schlängelten wir uns einmal quer durch die engen Gassen der Stadt. Die
alten Steinhäuser gefielen uns sehr. Immer wieder kamen wir an einen kleinen
Platz oder an einer kleinen Kirche vorbei. Am östlichen Eingang der Stadtmauer
begann die Wanderung zum alten Kastel, das ungefähr auf 1500 Höhenmeter lag.
Auf dem Weg nach oben kamen wir an Resten der Stadtmauer, Wachtürmen und einer
Kapelle vorbei. Wir stiegen ca. 1 Stunde auf schmalen Stufen bergauf. Zum Glück
war es heute bewölkt und nicht so heiß, wie sonst. Als wir das Kastel ganz oben
erreichten, donnerte es bereits und die Wolken waren fast schwarz. Wir sahen
uns kurz um, machten ein paar Fotos von den alten Mauern und der tollen
Aussicht. Dann beschleunigten wir unsern Schritt bergab, um dem bevorstehenden
Regen zu entkommen.
Kurz vor 16
Uhr kamen wir völlig erledigt auf der Mona Liesa an. Mama kochte Kaffee und
richtete einen Obstteller zur Stärkung her. Die Zeit bis zum Abendessen verbrachten
wir mit lesen und faulenzen. Es wurde immer dunkler, dann kam Wind (42 Knoten)
auf und ein Gewitter mit Platzregen begann. Gut, dass Papa vorher die Mooring
noch einmal nachgespannt hatte.
In der Regenpause,
machten wir uns noch einmal auf den Weg. Am Nachmittag entdeckten wir das
Restaurant „Luna Rossa“ (So heißt unser
eigens Schiff). Im Fenster hängte eine Auszeichnung von Tripadviser. Das alte Steinhaus
sah auch innen sehr gemütlich aus. Die Tische waren schön eingedeckt. Es gab
leckere mediterrane Küche zu fairen Preisen. Die Nachspeise war genial: zwei
Palatschinken mit Kirschfüllung, dazu Eis.
Nach dem
Essen liefen wir zurück zur Mona Liesa. Zwischenzeitlich stellten wir uns unter,
weil es heftig regnete. Leider wurde nichts mehr aus einem Bummel in den netten
kleinen Läden.